Da, wo die Akkorde zu Hause sind, wird täglich an neuer Musik gefeilt. Vokalfassungen von Popsongs liegen in der Werkbank eingespannt, Auftragskompositionen werden Takt für Takt aus dem tiefen Berg der unendlichen Möglichkeiten geschürft. Und ab und an fallen dabei ein paar Ideen zu Boden, die sich nicht einfach aufkehren und wegwerfen lassen. Im House of Chords dürfen sie zu Songs heranreifen und sich auf den Weg in die große, weite Welt machen – erst dann, wenn sie sich bereit dazu fühlen.
Den Anfang macht eine Version des alten deutschen Weihnachtslieds „Stille Nacht“, als piano-driven Art-Pop-Nummer.
„Holder Knabe im lockigen Haar“ – das war mir als Botschaft aber etwas mau am Ende eines Jahres, in dem so viel von Kriegstüchtigkeit und Aufrüstung die Rede war. Und so mache ich mit meinen inhaltlichen Anpassungen keinen Hehl daraus, wie herausragend dumm ich den Ansatz finde, sich gegenseitig zu bedrohen und umzubringen, um irgendwelche Ziele zu erreichen.
Was für ein Glück, Menschen wie Isobel in meinem Telefonbuch zu haben, die ich für musikalischen Flausen am Horizont begeistern und herrlich unkompliziert ins Boot holen kann.
Dass sie diesem Song mit ihrer wunderbaren Stimme ein Gesicht gibt, macht mich sehr froh.